Über Höhenberg und Vingst

 Höhenberg

Höhenberg grenzt im Osten an den Stadtteil Merheim, dabei bildet die Bundesautobahn 4 (A 4) teilweise die Grenze zu den Stadtteilen Ostheim und Vingst im Süden, zu Kalk im Westen und zu Buchheim im Norden.

    * Fläche: 2,2 km²
    * Einwohner: 11.911 (31. Dez. 2008)
    * Bevölkerungsdichte: 5414 Einwohner/km²
    * Postleitzahl: 51103

Erst mit der Industrialisierung der Nachbarorte Kalk und Mülheim am Ende des 19. Jahrhunderts gewann der Ort als Wohngebiet für die dort beschäftigten Arbeiter an Bedeutung.

Höhenberg war bis zur Eingemeindung in die Stadt Köln am 1. April 1910 ein Teil der Bürgermeisterei Merheim.

Von 1920 bis 1929 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Braunkohlengrube Zeche Germania die mittlerweile denkmalgeschützte Germania-Siedlung rund um den Weimarer Platz errichtet. Sie zählt zu den größten Wohnsiedlungen Kölns. Der größte Gewerbebetrieb im Ort ist die Großbäckerei Kronenbrot, ansonsten ist Höhenberg hauptsächlich als Wohngebiet ausgelegt.

Durch die Anlage des rechtsrheinischen Grünzuges des Kölner Grüngürtels erfuhr der Ort eine deutliche Wohnumfeldverbesserung. Im Nordosten des Ortes befindet sich im Grüngürtel der Sportpark Höhenberg, an den sich nahtlos das Erholungsgebiet Merheimer Heide anschließt.

Quelle: www.bilderbuch-koeln.de

Vingst

Vingst grenzt im Osten und im Südosten an den Stadtteil Ostheim, im Südwesten an den Stadtteil Humboldt/Gremberg, im Westen an den Stadtteil Kalk und im Norden an den Stadtteil Höhenberg.

    * Fläche: 1,1 km²
    * Einwohner: 11.338 (31. Dez. 2008)
    * Bevölkerungsdichte: 10.307 Einwohner/km²
    * Postleitzahlen: 51103, 51107

Von 1900 bis 1910 führte Vingst mit dem zur Gemeinde gehörenden Gremberg eine eigene Bürgermeisterei innerhalb der Stadt Kalk. Erster und einziger Bürgermeister war Aloys Kuth. Das Bürgemeisterhaus steht auch heute noch in der Heßhofstraße und wird heute als Jugendeinrichtung genutzt. Rund um den Ortskern entstanden in der Gründerzeit einige Wohnhäuser. Durch die Nähe zur Industriestadt Kalk wohnten viele Arbeiter der dortigen Fabriken in Vingst, da eine direkte Bahnverbindung in den Nachbarort bestand.

Bedingt durch die großen Zerstörungen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg in den Industriestandorten Kalk und Mülheim wurde schnellstmöglich nach dem Kriegsende neuer Wohnraum benötigt. Da Vingst über große landwirtschaftlich genutzte Flächen verfügte, die zu Bauland umgewandelt wurden, konnten schon in den Jahren 1947 und 1948 eine große Zahl von Übergangswohnhäusern in Schlichtbauweise im Bereich der Würzburger Straße gebaut werden. Diese Häuser sollten nur für einige Jahre bis zur Errichtung von neuen Wohnhäusern bestehen, wurden aber später anstatt dessen von Gastarbeitern und sozial schwächer gestellten Familien als Unterkünfte genutzt.

Bis zum Jahre 1957 wurden der östliche und südliche Teil des Ortes weiterhin von den Bauern Honecker und Hundgeburth als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Da die Städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG zwei weitere Siedlungsprojekte geplant hatte, wurden die Bauern abgefunden. Als erstes wurde die „Schweden-Siedlung“ im Bereich der Nobelstraße erbaut. Im Volksmund nennt man diese Siedlung wegen ihrer bunten Bemalung auch „Papageiensiedlung“. Nur unwesentlich später wurde die „Siedlung-Vingst“ zwischen Waldstraße und Kuthstraße gebaut. Ale Wohnsiedlungen waren Projekte des Sozialen Wohnungsbaus und die Wohnungen wurden vornehmlich nur mit Wohnberechtigungsschein der Stadt Köln vermietet. Somit entwickelte sich Vingst innerhalb weniger Jahre vom ländlichen zum Arbeitervorort und später zu Zeiten der allgemeinen Rezession zum „Sozialen Brennpunkt“.

Ende der 1980er Jahre wurde in Vingst mit einer großen Sanierungsmaßnahme begonnen. Zuerst wurden die Übergangshäuser an der Würzburger Straße kernsaniert, und mit neuen Fassaden versehen. Ein Haus wurde äußerlich in seinen Ursprungszustand zurück versetzt und blieb als Baudenkmal erhalten. Anschließend folgte die „Siedlung-Vingst“. Bei dieser Baumaßnahme wurde festgestellt, dass die Bausubstanz der zu sanierenden Häuser teilweise sehr schlecht war, sodass es sich günstiger erwies einen Großteil der Wohnblocks abzureißen und mit Neubauten zu ersetzen. Während der Umbauphase mussten die Mieter der „Siedlung-Vingst“ in Ersatzwohnungen der „Schweden-Siedlung“ umziehen. Um genügend Ersatzquartiere zur Verfügung stellen zu können, hatte die GAG seit 1995 keine Leerstände an neue Mieter vermittelt.

Da die „Schwedensiedlung“ mittlerweile in Gesamtheit als „Gruppenbaudenkmal der 1960er Jahre“ definiert worden war, gestaltete sich das abschließende Sanierungsprojekt für den Bauträger sehr schwierig. Nach einen langen Streit zwischen den Denkmalschützern und der GAG konnte erst im Jahre 2002 nach einem Kompromiss mit der Sanierung begonnen werden. Bei einem Teil der Siedlungshäuser wurde der Denkmalschutz aufgehoben, somit konnten diese abgerissen und mit neuen Häusern in ähnlichem Baustil ersetzt werden. Der andere Teil der Siedlung blieb weiter denkmalgeschützt. Die GAG verpflichtete sich die Optik der Wohnblocks zu erhalten. Die einzige Änderung die zugelassen wurde, waren neue angehängte Balkone. Das Sanierungprojekt wird erst zirka 2012 mit dem Bau des „Vingstveedel“ an der Ostheimer Straße abgeschlossen sein.

Quelle: www.bilderbuch-koeln.de


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