Die geplante „Bildungslandschaft Vingst/Höhenberg“, ein gemeinsames Konzept von Jugendeinrichtungen, muss ohne Hilfen vom Land NRW auskommen, da die Verwaltung keine Stelle für das Projekt schaffen will. Für Bezirksvertretung und Beteiligte ein Rückschlag.
Vingst/Höhenberg - Aus seiner Enttäuschung machte Oliver Krems keinen Hehl: „Der Stadt ist es nicht gelungen, für die Bildungslandschaft Vingst / Höhenberg Zuschüsse des Landes zu bekommen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende bei den Haushaltsberatungen in der Kalker Bezirksvertretung. „Das haben wir bislang nicht gewusst.“ In einer „Bildungslandschaft“ sollen sich im Stadtteil Schulen, Kindertagesstätten und andere Einrichtungen vernetzen und pädagogische Konzepte entwickeln.
Einstimmig forderten die Bezirksvertreter nun die Verwaltung auf, detailliert darzulegen, wie sie sich die weitere Entwicklung der Bildungslandschaft sowie die Kooperationen zwischen Schulen, Vereinen und anderen Trägern künftig vorstellt. Schließlich hatte Schuldezernentin Agnes Klein in den Stadtteilen ein „vorbildliches Netzwerk“ vorgefunden, auf dem man bei der Gestaltung der Bildungslandschaft aufbauen könne.
Vernetzung
Neun Einrichtungen aus den Nachbarveedeln haben sich vorgenommen, die Übergänge zwischen Kindergarten, Grundschule, weiterführenden Schulen und Beruf noch besser zu vernetzen, damit, so Klein, „niemand mehr durchs Raster fällt.“ Die Einrichtungen wollen nicht nur inhaltlich zusammenarbeiten, sondern auch vorhandenen Räumlichkeiten gemeinsam nutzen. Federführung hatte zunächst die Wohnungsbaugesellschaft GAG übernommen. Und zur pädagogischen Begleitung des Konzeptes, das Ende 2008 vom Rat beschlossen worden war, sollte zeitweise eine Lehrkraft vom Schulministerium freigestellt werden.
Doch der Antrag für diese Stelle wurde inzwischen vom Land abgelehnt. Im Rahmen des Bürgerhaushaltes liegen nun 49 Anträge vor, die fordern, zumindest eine halbe Stelle aus kommunalen Mitteln bereitzustellen. Nur mit einem „Kommunikationsprofi“ könnten die unterschiedlichen Ebenen dieses Netzwerkes, die bereits bestehen und arbeiten, in einem Rahmenkonzept zusammen geführt werden, heißt es.
Doch auch da winkt die Verwaltung ab. Man sei weder in der Lage, jemanden vom vorhandenen Personal abstellen, noch eine neue Stelle zu finanzieren. Angesichts dieser eher düsteren Perspektiven habe „der Elan der Beteiligten zu kooperieren nachgelassen“, sagte Krems.
Nun wollen die Bezirksvertreter wieder Schwung in die „Baustelle Bildungslandschaft“ bringen. Denn in direktem Zusammenhang damit stehen die Forderungen von Bürgern nach einem Ausbau des „offenen Ganztages“ an der Grundschule Schulstraße sowie der Sanierung der dortigen Toilettenanlagen. ...
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