Zum 100-jährigen Bestehen der Kirche St.
Elisabeth gibt es einen umfangreichen Veranstaltungsreigen. Im Laufe
der Zeit entwickelte sich die Kapelle zum beliebtesten Wallfahrtsziel
im Rechtsrheinischen.
Höhenberg -
Mit einem Vortrag und einer Ausstellung über die „Geschichte der
Industriearbeit in Kalk“ - zusammengestellt von der Kalker
Geschichtswerkstatt - startete in St. Elisabeth der
Veranstaltungsreigen zum 100-jährigen Bestehen dieser Höhenberger
Pfarrkirche. „Das macht auch Sinn, denn die damaligen Einwohner von
Höhenberg arbeiten doch fast alle in den Kalker Fabriken“, waren sich
Historiker Fritz Bilz und Pfarrer Franz Meurer einig. „Die Geschichte
beider Stadtteile ist eng miteinander verknüpft, auch wenn es Höhenberg
als eigenständigen Stadtteil erst seit 1927 gibt.“ Zuvor
tauchte die „Gemarkung Höhenberg“ schon seit rund 300 Jahren in
Urkunden und Dokumenten auf. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten
die Menschen, die „auf dem Höhenberg“ lebten, so Bilz zu vier
verschiedenen Gemeinden. Der Bereich zwischen der Höhenberger und der
Olpener Straße zählt zur Bürgermeisterei Merheim, die nördlich davon
gelegenen Häuser zur damals freien Stadt Mülheim. Wer südlich der
Olpener Straße wohnte, gehörte zur Bürgermeisterei Vingst und die
Häuser rund um den Bennoplatz und die Rotenburgstraße waren Kalk
zugeschlagen. Daher wurde der Bereich Höhenberg auch in Etappen nach
Köln eingemeindet. Die Vingster und Kalker Teile 1910, der Merheimer
und Mülheimer Bereich 1914.
Doch egal wozu die Höhenberger
zählten - sie richteten sich zunächst nach Kalk, dann nach Köln. Denn
dort lagen ihre Arbeitsplätze. Und dorthin gingen sie auch in die
Kapelle zum Beten. Verehrt wurde vor allem das dortige Gnadenbild der
„schmerzhaften Mutter Gottes“. Diese Skulptur hat in fünf Jahrhunderten
Zerstörungen, Brände und Kriege heil überstanden. Die Figur hatten die
Benediktiner aus Deutz Anfang des 15. Jahrhunderts anfertigen lassen,
nachdem die Kölner Bischöfe empfohlen hatten, die Jungfrau Maria
besonders zu ehren. Diese Mönche waren auch für die ersten urkundlichen
Erwähnungen Kalks im Jahr 1003 verantwortlich. Zur Unterstützung der
Deutzer Abtei mussten die Kalker Höfe - auf einem Hügel in Höhe der
heutigen Josephskirche gelegen - den Klosterbrüdern den „Zehnten“
abliefern. Das machten die auch, so Bilz, ohne zu murren, denn die
kleinen Bauern auf der Schäl Sick waren „vom rechten Glauben -
katholisch und fromm“.
Das Marien-Gnadenbild, dem wundertätige
Heilkräfte nachgesagt wurden, war zunächst in einem Heiligenhäuschen
untergebracht. Erst 1666 wurde eine Kapelle gebaut - vom Deutzer Pastor
Andreas Steprath, zum Dank, dass er die Pest überlebt hatte........
(den vollständigen Artikel finden Sie auf www.ksta.de)