Vom Winde verweht

eingestellt von Andreas Hildebrand, am Freitag, 26. Februar 2010

 Zum 100-jährigen Bestehen der Kirche St. Elisabeth gibt es einen umfangreichen Veranstaltungsreigen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Kapelle zum beliebtesten Wallfahrtsziel im Rechtsrheinischen.
Höhenberg - Mit einem Vortrag und einer Ausstellung über die „Geschichte der Industriearbeit in Kalk“ - zusammengestellt von der Kalker Geschichtswerkstatt - startete in St. Elisabeth der Veranstaltungsreigen zum 100-jährigen Bestehen dieser Höhenberger Pfarrkirche. „Das macht auch Sinn, denn die damaligen Einwohner von Höhenberg arbeiten doch fast alle in den Kalker Fabriken“, waren sich Historiker Fritz Bilz und Pfarrer Franz Meurer einig. „Die Geschichte beider Stadtteile ist eng miteinander verknüpft, auch wenn es Höhenberg als eigenständigen Stadtteil erst seit 1927 gibt.“

Zuvor tauchte die „Gemarkung Höhenberg“ schon seit rund 300 Jahren in Urkunden und Dokumenten auf. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten die Menschen, die „auf dem Höhenberg“ lebten, so Bilz zu vier verschiedenen Gemeinden. Der Bereich zwischen der Höhenberger und der Olpener Straße zählt zur Bürgermeisterei Merheim, die nördlich davon gelegenen Häuser zur damals freien Stadt Mülheim. Wer südlich der Olpener Straße wohnte, gehörte zur Bürgermeisterei Vingst und die Häuser rund um den Bennoplatz und die Rotenburgstraße waren Kalk zugeschlagen. Daher wurde der Bereich Höhenberg auch in Etappen nach Köln eingemeindet. Die Vingster und Kalker Teile 1910, der Merheimer und Mülheimer Bereich 1914.

Doch egal wozu die Höhenberger zählten - sie richteten sich zunächst nach Kalk, dann nach Köln. Denn dort lagen ihre Arbeitsplätze. Und dorthin gingen sie auch in die Kapelle zum Beten. Verehrt wurde vor allem das dortige Gnadenbild der „schmerzhaften Mutter Gottes“. Diese Skulptur hat in fünf Jahrhunderten Zerstörungen, Brände und Kriege heil überstanden. Die Figur hatten die Benediktiner aus Deutz Anfang des 15. Jahrhunderts anfertigen lassen, nachdem die Kölner Bischöfe empfohlen hatten, die Jungfrau Maria besonders zu ehren. Diese Mönche waren auch für die ersten urkundlichen Erwähnungen Kalks im Jahr 1003 verantwortlich. Zur Unterstützung der Deutzer Abtei mussten die Kalker Höfe - auf einem Hügel in Höhe der heutigen Josephskirche gelegen - den Klosterbrüdern den „Zehnten“ abliefern. Das machten die auch, so Bilz, ohne zu murren, denn die kleinen Bauern auf der Schäl Sick waren „vom rechten Glauben - katholisch und fromm“.

Das Marien-Gnadenbild, dem wundertätige Heilkräfte nachgesagt wurden, war zunächst in einem Heiligenhäuschen untergebracht. Erst 1666 wurde eine Kapelle gebaut - vom Deutzer Pastor Andreas Steprath, zum Dank, dass er die Pest überlebt hatte........

(den vollständigen Artikel finden Sie auf www.ksta.de)



 

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